Wiesenhof & Co

Dass bei dem größten deutschen Geflügelproduzenten Wiesenhof die Zustände unhaltbar sind erfahren wir dank der Tierrechtsorganisation Peta und zahlreichen Reportagen der ARD in regelmäßigen Abständen.

Mit “Wiesenhof” verbinden viele Menschen ein Unternehmen, das Tiere artgerecht hält. Doch das Wort „Bodenhaltung“ bedeutet in der Wiesenhof-Realität nur, dass die Hühner ihr ganzes Leben auf engstem Raum in stickigen Hallen und im ständigen Dunst ihrer eigenen Exkremente verbringen müssen. 40.000 Hühner pro Halle sind keine Ausnahme. Keine Wiese, so gut wie kein Tageslicht.

Anstatt diese Zustände zu ändern setzt man nun in den Chef-Etagen der deutschen Geflügelwirtschaft auf niedlich animierte Informationsseiten die eine heile Welt in den Geflügelställen suggerieren sollen. Ein “Halter” der uns in einen hellen Stall führt. Mit scharrenden Hühner mit großzügigen Platzangebot mit Picksteinen und Wasserbehältern.

Alles ist soooooooo interessant. Welche Temperatur herrscht im Stall. Wie lange leben die Hühner, was bekommen diese zu fressen…

Man hat den Eindruck als kommt gleich der Sandmann um die Ecke um die Hühner in den sanften Schlaf zu singen.

Nur sieht die Realität ein wenig anders aus:

Verkotete Tiere, mit Geschwüren übersät. Tote Tiere, kranke Tiere, Tiere die sich nicht auf den Beinen halten können. Tiere mit Antibiotika vollgepumpt. “Menschen” die die Tiere, wenn diese schlachtreif sind prügelnd, schlagend, tretend vor sich hertreiben. Die Tiere am Hals ziehen, ihnen das Genick brechen. Die Tiere lebend wie Lumpen in Kisten stopfen. Diese Kisten nun, mit den zu Tode verängstigten,  hineingestopften Hühner mit gebrochenen Knochen und gebrochenen Flügeln, wie Obstkisten übereinander stapeln. Menschen die diese Tiere, im Schlachthof angekommen, am Hals, Flügel oder Beinen aus den Kisten zerren. Diese lebend an Haken hängen um diese der Schlachtung zuzuführen.

Warum finden wir diese Informationen nicht auf Seiten wie deutsches-gefluegel.de oder deutsche-pute.de ?

Ein Huhn für 2 €

Wie kommt der Preis von 2 € für ein tiefgefrorenes Hähnchen im Supermarkt zu Stande? Ein Endpreis von 2 € bei dem alle relevanten Kosten wie Aufzucht, Unterbringung, Futter, Antibiotika, Energie, Transport, Schlachtung, Supermarkt  + der jeweilige Gewinn der beteiligten Unternehmen bereits enthalten ist. Was kann der Verbraucher für diesen Preis erwarten? Ganz einfach. Der Verbraucher kann dafür ein zu Lebzeiten vollgekotetes mit Geschwüren  überzogenes, mit Antibiotika vollgepumptes, gequältes Stück Leiche erwarten aus dem ursprünglich mal ein niedliches Huhn werden sollte.

Wiesenhof_Haehnchen_Angebot

Glauben Sie nicht, was Sie auf den Image-Seiten der Geflügelwirtschaft lesen. Es gibt keine glücklichen Hühner im Stall. Profit ist das Einzige was zählt – Profit um jeden Preis, ausgetragen auf dem Rücken unschuldiger Kreaturen.

Sponsoring bei Werder Bremen oder Image-Seiten verbessern das Leben der Tiere nicht. Es erhöht die Qual dieser unschuldigen Geschöpfe nur weiter. Denn bei gleichem Preis des Endproduktes müssen auch diese Kosten wieder eingespielt werden.

Wollen Sie das die Tiere nicht mehr leiden? Lieben Sie Tiere? Lieben Sie alle Tiere? Ist Ihnen das Leiden der Hühner, Puten und Gänse- das Leiden aller Tiere nicht egal. Dann essen Sie kein Fleisch!!! Essen Sie wenigstens weniger Fleisch – als Anfang.

Imagekampagne der Geflügelwirtschaft – Geschwafel von vorne bis hinten

Mit der PR Agentur Edelmann hat sich die deutsche Geflügelwirtschaft eine PR Agentur ins Boot geholt die das stark angekratzte Image der Deutschen Geflügelwirtschaft wieder aufpolieren soll. Aber mehr als eine nette Homepage mit lauter Lügen und verdrehten Fakten kommt da auch nicht bei raus. Die von Edelmann können einen schon leid tun.Die müssen die Image-Seiten der Geflügelwirtschaft deutsches-gefluegel.de oder deutsche-pute.de mit Inhalt füllen und müssen jedes Wort abwägen was Sie schreiben. Die Wahrheit können sie nicht schreiben, aber so lügen, dass es selbst ein Erstklässler merkt können die auch nicht.
Also findet man auf den genannten Seiten nur Geschwafel. Ein ständiger Eiertanz um den heißen Brei herum.
Der Höhepunkt der Frechheit sind die sogenannten 10 Thesen der Geflügelwirtschaft. Wenn es nicht um diese abermillionen gequälten Kreaturen gehen würde, müsste man sich krank lachen über so viel Frechheit.
Die Geflügelwirtschaft ruft zum Dialog auf. Es ist zum Himmel schreien.